Kappensitzung 2008: Holzfeld sucht den Supernarr

Auf der Holzfelder Bühne erscheinen geschätzte Prominente, denn dieses Jahr findet in Holzfeld die Castingshow „Holzfeld sucht den Supernarr“ statt, bei der so manches karnevalistische Talent entdeckt wird. Dieter Bohlen führt das Publikum gekonnt durch den Abend und hat zur Unterstützung Heidi Klum, Nina Hagen, Bruce Darnell und Detlef D! an seiner Seite.

Nach einer Schunkelrunde, gibt es eine Premiere in der Holzfelder Fastnacht. Auf das Lied „Ab in den Süden, der Sonne hinterher“ tritt zum ersten Mal ein Kinderballett auf die Bühne. In lässiger Manier mit einer schwarzen Sonnenbrille auf der Nase wird nicht nur getanzt, sondern die Vier glänzen auch durch artistische Einlagen wie Handstand und Rad. Das Publikum honoriert es mit stehendem Applaus.

Ebenfalls um den Süden geht es im nächsten Beitrag. Ein Hausmeister, der mehr aus Frust als aus Lust mit seiner Ehefrau nach „El Urinal“ unterwegs war, berichtet den Anwesenden von den Ungeschicklichkeiten der anderen. Es folgt ein weiterer Vortrag. Die Blumenfrau wirft wie jedes Jahr einen Blick auf das Dorfleben. Mit ihrer Berliner Schnauze weiß sie trefflich von so manchem Fettnäpfchen zu berichten, in das dieser oder jener getreten ist.

Dann geht es wieder flott zu auf der Bühne. Vier fesche Mädels tanzen in Westernkleidung zu „Cottoneye Joe“. Auch hier fehlen artistische Einlagen nicht, was das Publikum zu schätzen weiß.

Dann ertönt das Lied „Es ist noch Suppe da“ und ein Spezi, der alle kalten Buffetts abgrast, taucht mit vielen Plastiktüten auf. Nach dem Motto „ist der Schenkel lecker, kommt er in die Tüt’ vom Schlecker“ zeigt er den Anwesenden, wie man das Beste von solch einem Buffet in seine Taschen rafft.

Der nächste Betrag führt das Publikum hinab in die Männertoilette. Eine Klofrau plaudert aus dem Nähkästchen. Sogar die Feuerwehr musste schon bei ihr anrücken um einen ihrer Kunden aus der Kloschüssel zu retten. Und dann kommt auch noch Kundschaft, die sich beim Anzünden einer Zigarette -während der Erledigung des Geschäftes- gegenseitig mit gekonnten Griffen Hilfestellung leistet.

Nachdem sich das Publikum wieder etwas beruhigt hat, kommt der letzte Höhepunkt vor der Pause. Klaus Lage intoniert den Schlager „Tausendmal berührt, tausendmal is’ nix passiert“. Aber so lässt man den geschätzten Interpreten nicht von der Bühne“. Erst nach „Willenlos“ und „Sexy“ kann die verdiente Pause beginnen.

Nach der Pause kommt es gleich wieder zu einem Höhepunkt. Die „Drei Tenöre“ begeistern nicht nur durch ihren perfekten Gesangsvortrag des Schlagers „Aber Dich gibt’s nur einmal für mich“, sondern noch mehr durch ihre leidenschaftlichen Bewegungen. Ohne Rakete des Publikums geht es da nicht ab.

Danach erfahren die Anwesenden im Saal die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse über die Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Damit auch die Gehörlosen die Inhalte verstehen, übersetzt eine Assistentin die Ausführungen des Dozenten in Gebärdensprache. Der Saal amüsiert sich über die deftige Gestik.

Es geht weiter mit Vortrag und Gesang. Flippche und Dippche führen ein Streitgespräch um die Vorzüge von Volks- und Rockmusik. Schließlich finden Sie sie sich bei dem Lied „Döner macht schöner“ wieder zusammen.

Anschließend finden wir uns im wilden Westen wieder. Kugeln pfeifen durch den Saloon, als es beim Kartenspiel zu einem Missverständnis kommt. Danach schwingen sich alle auf die Pferde und stieben beim Lied „Wir spielen Cowboy und Indianer“ über die Bühne. Schließlich tanzen alle einträchtig um den Marterpfahl.

Nach einer Schunkelrunde wird es winterlich. Bei der Musik „Erwin, der dicke Schneemann“ gesellt sich ein einsamer Schneemann in die Holzfelder Narrhalla. Der Nikolaus besorgt ihm daraufhin die passende Schneefrau. Im nächsten Beitrag geht es um den Schreibtisch von Schiller, den sich ein gebildeter Herr zulegen möchte. Am Bahnhof, während des Wartens auf den verspäteten Zug, kommt es zu einem Wortwechsel mit einem unwissenden Kulturbanausen. Beide verstehen etwas anderes darunter, dass Schiller an dem besagten Schreibtisch die „Maria Stuart“ bearbeitet hat. Das Publikum amüsiert sich an der gekonnt witzigen Darbietung.

Bei der Holzfelder Fastnacht beschließt traditionell der Ausscheller den Reigen der Auftritte. Und der Ausscheller weiß alles aus dem Dorfgeschehen, von der neuen Lebendkrippe bis zum Dornröschenschlaf der Wirtschaft. Auch die Raucher kommen nicht ungeschoren davon.

Zu fortgeschrittener Stunde bittet der Sitzungspräsident noch einmal alle Aktiven auf die Bühne. Ganz im Stile seines Großvaters, der viele Jahre vorher das gleiche Amt innehatte, stimmt er zur Melodie von „Alte Kameraden“ das Holzfelder Narrenlied an und der Saal fällt ein. Anschließend wird im Gemeindehaus Holzfeld noch bis in den frühen Morgen gesungen, getanzt und gelacht.

26.01.2008


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