Kappensitzung 2009: Viele Köche verderben den Brei

Nicht die „Schnelle Küche“, sondern die „Nouvelle Cousine“ steht heute auf dem Programm der Holzfelder Narren. Eigens für die Kappensitzung wurden die Starköche Johann Lafer und Tim Mälzer mit seiner lästigen Assistentin verpflichtet. Die Bühne des Gemeindehauses wurde in ein Kochstudio umfunktioniert. Eine Person aus dem Publikum wird durch Losentscheid ausgewählt, um als Gast bei den Starköchen zu lernen, wie man die Spezialität des Ortes, den „Kulles“, zubereitet. Den Fünferrat komplettiert schließlich Alfred Biolek, der den übrigen unter die Arme greift.

In der anschließenden Stimmungsrunde kommt das Publikum so richtig in Fahrt, was sich noch steigert als die erste Gruppe angesagt wird. Aus Werlau angereist ist die Gardetanzgruppe, die schwungvoll und gekonnt zu einem Potpourri von Boney M tanzen.

Weiter geht es mit der ersten Büttenrede. Ein Männerrechtler aus Bad Salzig kämpft für die ausstehende Gleichberechtigung der Geschlechter und beklagt eindrucksvoll die anhaltende  Benachteiligung der Männer. Wie zu erwarten ist das Publikum streng nach Geschlecht geteilter Ansicht und quittiert dies mit Pfiffen oder honoriert dies mit Applaus.

Eine weitere Werlauer Tanzgruppe erobert nun die Bühne, die jungen Werlauer Funken, eine Gruppe im Alter von sechs bis zwölf Jahren, die viel Beifall erntet. Eine alte Bekannte, die Blumenfrau, weiß wie in den letzten Jahre wieder viel über das Dorf zu berichten, so zum Beispiel, dass die Blitzableiter an den Häusern nutzlos sind und abgebaut werden sollen.

Nachdem sich der Applaus des Publikums gelegt hat, wirbeln vier junge Holzfelder Tänzerinnen durch den Saal und auf die Bühne. Athletisch, mit Flugrollen und Handstand, begeistern sie das Publikum zu den Klängen von „Mamma mia“.

Zum nächsten Höhepunkt betritt ein Bayer, genauer ein Rhein-Bayer, die Bütt. In seiner bekannten Art erzählt er Geschichten aus dem Leben, so wie es einem ergeht, wenn man feststellt, dass das Klopapier ausgegangen ist. Der Erfolg liegt sichtbar auf der Hand.

Vor der Pause folgt ein Gesangsvortrag. Günther Siegel von der Spider Murphy Gang gibt seine größten Hits, wie „In’d Schickeria“, zum Besten. Daraufhin tobt das Publikum wie jedes Jahr und fordert das Kultlied „Willenlos“, zu dem Günther Siegel in die Rolle von Marius Müller-Westernhagen wechselt. Nachdem die Stimmung auf dem Siedepunkt angekommen ist, hilft nur noch eine verdiente Pause.

Nach einer halben Stunde marschiert der Fünferrat in klassischen Fastnachtskostümen wieder ein. Der Sitzungspräsident ruft bei dieser Gelegenheit das alte Holzfelder Platt in Erinnerung, indem er anhand von vielen Beispielen erklärt wie „mer friher geschwätzt hot“. Das Publikum weiß dies zu honorieren.

Schon geht es weiter mit der Tanzgruppe „Grease“ junger Holzfelder Mädels und auswärtiger Jungs, die in Kostümen aus den 80er Jahren Ausschnitte aus dem bekannten Tanzfilm „Summer Loving“ zeigen.

Dann kommt schon der nächste Höhepunkt mit der Gesangsdarbietung „Pretty Belinda“. Daran anschließend gibt es wieder eine Büttenrede, diesmal von einer Minirock-Diva, die recht frivol ihr Kleidungsstück vermarktet. Unsere Gäste aus dem Nachbarort, die Rheinbayer Jungs, animieren in ihren Lederhosen das Publikum mit bekannten Fastnachtsliedern zum Schunkeln.

Daraufhin geht es mit den Holzfelder Allstars in die Geschichte der Popmusik. Schlag auf Schlag erfolgen die Auftritte von Agneta, von KISS, von John Travolta, von Britney Spears, von Elvis Presley, von Cotton Eye Joe, von Michael Jackson und eine Darbietung aus dem Film „Dirty Dancing“ mit Baby.

Anschließend wird es dunkel und unheimlich auf der Bühne. Zu Falcos „Der Kommissar geht um“ tanzt das Holzfelder Männerballett in ihrer unverwechselbaren Art. Mit der Gesangseinlage unseres Technikers geht es weiter. Er stellt unter Beweis, dass er mehr kann als die Musikanlage zu bedienen.

Traditionell wird der Abschluss der Holzfelder Kappensitzung vom Ausscheller eingeleitet. Wie alle die Jahre steht das Dorfleben im Mittelpunkt und so weiß er zu berichten, dass Christo nun auch in Holzfeld ein Gebäude eingehüllt hat und so um eine Attraktion bereichert. Zum anschließenden Finale bittet der Sitzungspräsident alle Aktiven zu einem farbenfrohen Bild auf die Bühne. Zu den Klängen von „Holzfelder Narren“ endet die diesjährige Kappensitzung und eine lange, fröhliche Feier geht bis zum frühen Morgen.

14.02.2009


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