Kappensitzung 2011: Holzfeld im Dschungelfieber

Die Dekoration der Bühne im Gemeindehaus in Holzfeld ist unzweideutig. Alles ist überrankt mit Blättern und Lianen, Papageien und Affen in den Bäumen, wir befinden uns im tiefsten Dschungel! Die beiden Moderatoren Sonja Zietlow und Dirk Bach kommen gleich zur Sache. Die bekennendsten Fans vom Dschungelkamp werden im Publikum gesucht und gefunden. Sie haben schwierige Aufgaben zu lösen, unter anderem stehen Dschungelerde und ein Insektencocktail zur Verköstigung bereit. Das Publikum quittiert die erste Einlage zur diesjährigen Kappensitzung mit viel Applaus.

Nach einer Stimmungsrunde berichtet eine Single-Dame von ihrer Kreuzfahrt, unter einem von einem unzweifelhaften Angebot des Kapitäns des Kreuzfahrtschiffes. Wenn sie das Angebot nicht annimmt, will er das Schiff versenken. Aber sie kann ja schließlich die 2000 Passagiere nicht untergehen lassen. Mit dem Lied „Wir sind die Profis“ stürmt die junge Hannah Montana mutig auf die Bühne. Der rhythmische Tanz zu den Songs „Best of the world“ und „Nobody is perfect“ bringt den Saal auf Touren. Es folgt eine weitere Büttenrede. Unter der Musik „Wir sind die Tramps“ kommt ein pfälzer Dappes auf die Bühne. Er erzählt von seiner Ehefrau, einem Schneeflöckchen von 150kg und fragt sich, wie die frische Tätowierung auf ihrer Brust in 20 Jahren aussehen wird.

Kaum ist der Applaus abgeebbt, ertönt das fetzige Lied „Piratentanz“ und fünf junge Mädels in schwarzroten Kostümen stürmen durchs Publikum und auf die Bühne. Flankiert von zwei Fahnenschwingern wird ein schmissiger Tanz dargeboten. Das ist dem Publikum die erste Rakete wert. Danach wird es ernst, Schul-ernst. Lehrer Lämpel versucht der Zappelliese Grundbildung beizubringen. Aber die Sache ist hoffnungslos, selbst der Suezkanal wird an den Rhein verlegt. Traditionell ist der letzte Auftritt vor der Pause an einen auswärtigen Stammgast der Kappensitzung vergeben. Mit dem Song „Pride in the name of love“ von U2 geht es zunächst gemäßigt los, aber dann fordert das Publikum wie jedes Jahr seinen Tribut. Auf den Stühlen stehend klatscht der Saal zu den Kultliedern „Willenlos“ und „Sexy“. In guter Stimmung geht es in die wohlverdiente Pause.

Der zweite Teil der Kappensitzung wird durch eine Abordnung des Musikvereins eingeleitet. Mit dem Triumphmarsch von Verdi schreiten 10 Musiker in den Saal, darauf dann die bekannten Schunkellieder aus den Kölner Karneval. Nach dieser gelungen Einlage geht es weiter mit den Mitgliedern einer Selbsthilfegruppe, die ihren Phobien lautstark Ausdruck verleihen. Die nächste Darbietung spiegelt den demographischen Wandel eindrücklich wieder. Fünf alte Schachteln schleppen sich gebückt zum Lied „Hurra, wir leben noch“ aufs Podium. Doch dann entpacken sich fünf knackige Damen in 20-iger-Jahre-Kostümen und swingen mit Perlmuttstöcken und Zigarettenhaltern. Der Saal fordert stürmisch eine Zugabe.

Es folgt ein Vortrag mit Demonstrationsperson. Ein Kunde lässt eine Wellnessmassage über sich ergehen, die deftig kommentiert wird. Weiter geht es mit Playback, ein Rheinbayer Fastnachter imitiert das Mallorca-Idol Jürgen Drews mit dem Lied „Ich bau Dir ein Schloss“. Die Stimmung bleibt auf den Höhepunkt als daraufhin vier fesche Dirndl und ein Bazi auf der Bühne zu den Ohrwürmern „Anneliese, ach Anneliese“ und „Antonia aus Tirol“ tanzen. Das Holzfelder Männerballett ist immer ein Glanzlicht und wie jedes Jahr eine Rakete wert.

Kaum hat sich das Publikum beruhigt, geht es weiter mit der Dschungelprüfung für den Ortsvorsteher. Mit verbundenen Augen muss er einen ehemaligen Holzfelder Bürger erraten, was ihm erst nach einigen Anläufen gelingt. So schreitet der Abend fort und jeder weiß, dass gilt „Je später der Abend, desto schöner die Herrn“. Eben zu diesem Lied betreten vier gestandene Mannsbilder auf die Bühne und schmettern das Lied der Höhner „Die Männer in den Besten Jahren“. So kommt die Kappensitzung langsam zu ihrem Ende, jedoch nicht bevor der Ausscheller traditionell den ein oder anderen aus dem Dorf durch den Kakao gezogen hat. Die Lachmuskeln sind hinreichend strapaziert, als die beiden Moderatoren des Dschungelcamp alle Aktiven zum Finale auf die Bühne bitten. Mit dem Lied „Holzfelder Narren“ findet die Kappensitzung ihren stimmungsvollen Schluss, während das närrische Treiben fröhlich weitergeht bis in den frühen Morgen.

26.02.2011


1.jpg2.jpg3.jpg4.jpg5.jpg6.jpg7.jpg8.jpg9.jpg10.jpg11.jpg12.jpg13.jpg14.jpg15.jpg16.jpg17.jpg18.jpg19.jpg20.jpg21.jpg22.jpg23.jpg24.jpg25.jpg26.jpg27.jpg28.jpg29.jpg30.jpg31.jpg32.jpg33.jpg34.jpg35.jpg36.jpg37.jpg38.jpg39.jpg40.jpg41.jpg42.jpg43.jpg44.jpg45.jpg46.jpg47.jpg48.jpg49.jpg50.jpg51.jpg52.jpg53.jpg54.jpg55.jpg56.jpg57.jpg58.jpg59.jpg60.jpg

 
RSS-Feed Feuerwehr Holzfeld auf Facebook