Kappensitzung 2012: „Die spinnen, die Holzfelder“

Auch wenn rings umher alle Ortschaften wie Baudobriga, Salisso, Castellum und Vesalia schon von den Römern erobert sind, wehrt sich ein kleines Dorf noch gegen die römische Übermacht. So ist denn Gaius Julius Caesar (Werner Karbach) höchst persönlich erschienen, um diesen Ort, Holzfeld sein Name, endgültig für Rom einzunehmen. Aber er hat nicht damit gerechnet, dass die Holzfelder von zwei kampferprobten Galliern unterstützt werden, Asterix (Johannes Link) und Obelix (Christoph Krautkrämer). Fürs erste geht die Schlacht der Worte so aus, dass man sich gemeinsam anschauen will, ob es die Holzfelder verstehen, rheinische Fastnacht zu feiern. Entsprechend folgt eine Stimmungsrunde mit rheinischen Fastnachtsschlagern, die die Narren im Saal zum ersten Mal von den Stühlen reißt.

Das Programm beginnt mit dem Holzfelder Nachwuchs. Zwei junge Mädchen stürmen auf die Bühne (Julia Hary und Annecke Bayer), die zur Musik „Satellite“ von Lena, der deutschen Eurovision-Gewinnerin, singend und tanzend das Publikum begeistern. Danach kommt einer von Daheim (Rainer Hassbach) und sein Daheim ist Rheinbay. Er berichtet von seinen körperlichen Gebrechen, besonders seine Blähungen machen ihm zu Schaffen. Kaum ist der Beifall verklungen, tritt ein Fastnachtsmuffel (Rosi Pinger) in die Bütt. Dick aufgetragen stellt sie heraus, dass sie mit dem karnevalistischen „Heile, heile Gänsje“ nichts am Hut hat, und doch stellt sich am Ende der gekonnten Rede heraus, wie sehr ihr Herz an dem närrischen Treiben hängt.

Schon geht es weiter mit den Schachtel-Girls (Gudrun Kappus, Christa Krautkrämer, Margret Schulz, und Klara Frohs, Trainerin Iris Melzer), die nicht nur eine nach der anderen jeweils die Hits von Andrea Berg interpretieren, sondern auch in einem Interview für die Regenbogenpresse Rede und Antwort stehen. Den Höhepunkt bildet die gemeinsame Interpretation von „Du hast mich tausendmal belogen“. Der Saal quittiert den Auftritt mit einer donnernden Rakete. Als nächste werden drei junge Büttenredner aus Karbach (Martin Schmitt, Jonas Retzmann, Christopher Frensch) begrüßt, die ihre ersten beruflichen Erfahrungen zum Besten geben. Zum Schluss ihres gekonnten Vortrags parodieren sie noch drei seniore Holzfelder mit dem Lied „Hei died et wieh und do died et wieh“. Ein weiterer Vortrag entführt das Publikum in die Rockerszene. Eine dunkle Gestalt (Klaus Schmitt) mit Silberschnalle und Irokesenschnitt berichtet vom süßen Nichtstun in schummrigen Milieus. Traditionell ist der letzte Auftritt vor der Pause an einen auswärtigen Stammgast (Dirk Schulz) der Kappensitzung vergeben. Mit dem Song „Männer“ von Herbert Gröhnemeyer geht es zunächst gemäßigt los, aber dann fordert das Publikum wie jedes Jahr seinen Tribut. Auf den Stühlen stehend klatscht der Saal zu den Kultliedern „Willenlos“ und „Sexy“. In guter Stimmung geht es in die wohlverdiente Pause.

Nach der Pause haben die Römer und Gallier Pause. Stattdessen hat sich das Kölner Dreigestirn mit König (Werner Karbach), Jungfrau (Christoph Krautkrämer) und Bauer (Johannes Link) angesagt und entführt das Publikum mit einer Stimmungsrunde. Beschwingt geht es weiter, als daraufhin der Bauer in die Bütt tritt und davon erzählt, warum auch drei Narren einen Elferrat bilden können. Danach zieht der Musikverein Holzfeld die Aufmerksamkeit des Saals auf sich. Mit vielen frohen Liedern wie „Rot sind die Rosen“ bringt er den Saal zum Schunkeln (Alisa Frohs, Richard Kappus, Laura Kittel, Christoph Krautkrämer, Nils Krautkrämer, Eva Link, Johannes Link, Hermann Muders, Günter Müller, Philipp Nowsch, Rick Vogel, Teresa Zöbel und Dirigent Andreas Dupont).

Nach längerer Pause treten Esmeralda und Lies (Nicole und Stephanie Wangard) wieder auf die Bühne. Sie verstehen es, Tratsch und Klatsch zu verbreiten. Ihr Eingangslied „Der liebe Jott weiß, dass ich kein Engel bin“ verrät bereits, dass es nun heftig zur Sache geht und so mancher Holzfelder durch den Kakao gezogen wird. Im Anschluss daran gibt es eine Hommage an den verstorbenen Johannes Heesters (Klaus Schmitt), der von seiner Simone (Elisabeth Ruggenthaler) im Rollstuhl zur Bühne geschoben wird. Dort gibt er mit letzter Kraft sein Lied „Ich werde hundert Jahre alt“ zum Besten. Es folgt ein Tütten-Nüggel – Sie wissen auch nicht was das ist? – ja einer (Elisabeth Ruggenthaler), der alles was er macht, dann doch irgendwie falsch macht.

Nach dieser lustigen Rede stürmen die Alpensterne auf die Bühne der Holzfelder Narrhalla und tanzen die Hüften schwingend zu dem Ohrwurm „I sing a Lied für di“ von Andreas Gabalier (Erich Krautkrämer, Winfried Link, Gerd Schulz, Dieter Zöbel, als Engel Verena Zöbel, Trainerin Sandra Krautkrämer). Das Publikum klatscht stehend Applaus. Weiter geht es mit einer Playback-Einlage, ein Rheinbayer Fastnachter (Patrick Huismann), der es versteht unterschiedliche Künstler zu imitieren, besonders das Lied „Schatzi, schenk mir ein Photo“ reißt den Saal von den Stühlen. Daraufhin wird es geheimnisvoll auf der Bühne. Hinter einem Vorhang versteckt tut sich was. Als sich der Vorhang lüftet, stecken sechs Männerbeine in weißen und sechs in schwarzen Strumpfhosen. Das sieht nicht nur ulkig aus, als die sechs Herrn (David Flauger, Werner Karbach, Tobias Melzer, Hermann Muders, Andreas Nikodemus, Kai Tierolf, Trainerin Bianca Flauger) zur Musik „Tanz mit mir“ über die Bühne schreiten, sondern erfordert auch großes Geschick. Der Beifall des Publikums ist ihnen sicher. So kommt die Kappensitzung langsam zu ihrem Ende, jedoch nicht bevor der Ausscheller (Hermann Muders) traditionell den ein oder anderen aus dem Dorf auf die Schippe nimmt. Diesmal serviert er sogar Griesbrei mit Mettwurst an einen besonders hungrigen Holzfelder.

Die Lachmuskeln sind hinreichend strapaziert, als das Dreigestirn alle Aktiven zum Finale auf die Bühne bittet. Mit dem Lied „Holzfelder Narren“ findet die Kappensitzung weit nach Mitternacht ihren stimmungsvollen Schluss, während das närrische Treiben fröhlich weitergeht bis in die frühen Morgenstunden.

11.02.2012


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