Kappensitzung 2013: Tatort Holzfeld - Mehr als ein Hunsrückkrimi

Eine Polizeistation aus Kostengründen aufs Land verlagert, Holzfeld sei ein geeigneter Standort, soweit die Landesregierung. Jedoch die beiden bekannten Fahnder, der Bulle von Tölz (Christoph Krautkrämer) und Schimanski (Johannes Link) langweilen sich zu Tode. Dann kommt auch noch ihr Chef Derrick (Werner Karbach) zur Inspektion und muss sich die Klagen seiner Beamten anhören. Ein Telefonanruf unterbricht die Eintönigkeit. Eine Leiche! Endlich! Allerdings ist die Todesursache noch zu klären, aber der Pathologe ist im Urlaub. Kein Problem. Die drei finden derbes Werkzeug, erst eine Kettensäge, dann eine Trumsäge, das Blut spritzt wie eine Fontäne, und schließlich ist die Ursache gefunden, ein abgebissener Finger in der Luftröhre. Das Publikum fiebert mit und versteht, doch wie üblich sind Ähnlichkeiten mit tatsächlichen Vorgängen nicht beabsichtigt und rein zufällig.

Nach diesen Schreckminuten freut sich das Publikum im Dorfgemeinschaftshaus auf eine Rheinische Schunkelrunde. Und schon geht es weiter im Programm der Kappensitzung, die der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr veranstaltet. Die Werlauer Funken haben sich angesagt. Zur Musik von „Showbusiness“ begeistern sie den Saal mit einem flotten Funkentanz (Sabine Henken, Michelle Sauerborn, Janine Sauerborn, Aline Ruggenthaler, Nina Othold, Trainerin Marina Postel).

Daraufhin werden zwei bekannte Fastnachter aus Rheinbay angekündigt: Hannes (Rainer Hassbach) und Pit (Patrick Huismann). Hannes klagt über das Schüchternheits-Gen, das man kürzlich bei ihm entdeckt hat.

Der nächste Programmpunkt entführt die Anwesenden in die Volksmusik. In bunter Tracht tanzen und singen Marianne und Michael (Christa Krautkrämer und Gudrun Kappus) sowie Maria und Margot Hellwig (Klara Frohs und Magret Schulz), eingeführt durch eine gekonnte Moderation (Iris Melzer). Den Saal reißt es von den Stühlen.

Wie im vergangenen Jahr ist dann der Tütte-Nüggel (Elisabeth Ruggenthaler) aus Köln zu Gast. Er weiß so manches aus seiner Kinder- und Jugendzeit zu erzählen. Nun betritt Schimanski (Johannes Link) die Bütt, und gibt verschiedene Missverständnisse in und um die Polizei zum Besten.

Traditionell ist der letzte Auftritt vor der Pause an einen auswärtigen Stammgast (Dirk Schulz) der Kappensitzung vergeben. Mit dem Song „Sex Bomb“ von Tom Jones geht es zunächst gemäßigt los, aber dann fordert das Publikum wie jedes Jahr seinen Tribut. Auf den Stühlen stehend klatscht der Saal zu den Kultliedern „Willenlos“ und „Sexy“. In guter Stimmung geht es in die wohlverdiente Pause.

Gleich nach der Pause zieht der Musikverein Holzfeld die Aufmerksamkeit des Saals auf sich. Mit vielen frohen Liedern, darunter auch Samba-Rhythmen aus Rio, bringt er den Saal in Bewegung (Alisa Frohs, Laura Kittel, Christoph Krautkrämer, Nils Krautkrämer, Eva Link, Johannes Link, Hermann Muders, Philipp Nowsch, Helmut Vogel, Rick Vogel, Lisa Weber, Teresa Zöbel und Dirigent Andreas Dupont).

Schon wie im letzten Jahr fiebert das Publikum auf das Zwiegespräch von Esmeralda und Lies (Nicole und Stephanie Wangard). Sie verstehen es, Tratsch und Klatsch deftig aufzukochen, wie die Geschichte um die Zollstation, die jüngst am Ortseingang eingerichtet worden ist. Aber auch ihre Männer kommen nicht ungeschoren davon. Die Retourkutsche kommt prompt, denn eine mathematische Formel beweist, dass die Frauen die Wurzel allen Übels sind (Johannes Link).

Und gleich geht es weiter, fünf Gespenster – oh nein fünf Männer in weißen Balletttrikots (David Flauger, Werner Karbach, Tobias Melzer, Hermann Muders, Andreas Nikodemus, Trainerin Bianca Flauger), und dann noch Wagners „Schwanensee“, die allen unter die Haut geht. Das Publikum fordert energisch eine Zugabe, die die Künstler nicht verweigern.

Es folgen Stimmungslieder wie „Das rote Pferd“, gekonnt interpretiert von Patrik Huismann. So ist Stimmung gut im Saal. Mmh, kann es da noch eine Steigerung geben? Doch dann treten die Holzfelder Seebären (Erich Krautkrämer, Winfried Link, Gerd Schulz, Dieter Zöbel, Trainerin Sandra Krautkrämer) auf die Bühne. Mit dem Erfolgslied „Bis ans Ende der Welt“ von Santiano schlägt die Stimmung Wellen im Saal.

So kommt die Kappensitzung langsam zu ihrem Ende, jedoch nicht bevor der Ausscheller (Hermann Muders) traditionell den ein oder anderen aus dem Dorf auf die Schippe nimmt. Auch wenn so mancher gemeint hat, im letzten Jahr sei nichts Bewegendes im Dorf passiert, wird er oder sie eines Besseren belehrt. Die Lachmuskeln sind hinreichend strapaziert, als die drei Kommissare alle Aktiven zum glanzvollen Finale auf die Bühne bitten. Mit dem Lied „Holzfelder Narren“ findet die Kappensitzung um Mitternacht ihren stimmungsvollen Schluss, während das närrische Treiben bei Stimmung und Tanz fröhlich weitergeht bis in die frühen Morgenstunden.

02.02.2013


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