Kappensitzung: Holzfeld im Disco-Fieber

Viele Besucher der Kappensitzung im Gemeindehaus Holzfeld haben die 70er Jahre selbst nicht erlebt, aber die Musik jener Jahre hat auch sie mit geprägt. In bunten Kostümen der Zeit tanzt das Sitzungskomitee (Iris Melzer, Marina Gras, David Flauger und Verena Zöbel) zur Musik „Staying alive“, was das Publikum bereits in den ersten Minuten von den Stühlen reißt. Nach dem Einzug kann die Sitzungspräsidentin Iris Melzer sogleich eine Premiere ankündigen. Die Holzfelder Kindergarde, die sich vor wenigen Monaten gegründet hat, marschiert in ihren roten Gardeuniformen auf die Bühne und tanzt gekonnt zur Melodie von „It’s raining men“ (Emilia Michel, Frida Kottzieper, Irem Barak, Sebastian Schill, Lena Böhmer, Maya Castor, Zarah Zölcher und Mia Miesen, Trainerin Tina Michel). Das Publikum quittiert die Darbietung mit schallendem Applaus. Mittlerweile ein fester Bestandteil ist die Tanzgruppe „Hip 4 Hop“, aus Lahnstein, die mit 10 Tänzerinnen die Bühne füllt. Mit „Jetzt geht’s los“ sind sie tatsächlich nicht mehr aufzuhalten und stellen eine surreale Traumwelt mit Seifenblasen, Hula-Hoop und Springseil dar. Es folgt ein Vortrag aus dem Nachbarort Werlau, der das Publikum in den Märchenwald entführt. Es herrscht Aufruhr. Es ist nichts mehr so wie es war. So wird der Prinz wegen sexueller Belästigung angeklagt, weil er das schlafende Dornröschen geküsst hat. Die Protagonisten, der Froschkönig (Lisa Berger), Dornröschen (Pia Trimpe-Müller) und Rapunzel (Anna Müller) beschließen daraufhin, ins Dschungelcamp abzuwandern. Nach einer Schunkelrunde treten zwei Holzfelder Urgesteine (Minchen und Horst Trepke) auf die Bretter, die die Welt bedeuten. Sie wissen vieles über das Dorf zu berichten, so die Neueröffnung der Backstube zum „Schnippischen Eck“.

In schneller Folge geht es weiter zu einem Höhepunkt. Aus Emmelshausen hat sich ein närrischer Stargast (Marcel Kremer) angesagt. Er weiß von der Großmutter der Freundin zu berichten. So braucht sie nur noch das Unterteil eines Bikinis um „Alles“ unterzubringen. Zwischendurch versucht die Sitzungspräsidentin immer mal wieder dem Publikum den „Night-Fewer-Move“ beizubringen, was gerne und beschwingend aufgenommen wird. Dass verschiedene Berufsgruppen miteinander agieren können, ohne sich in die Quere zu kommen, wird im nächsten Sketch gezeigt. Holzfelder Männer sind in rasender Geschwindigkeit beim hautnahen Ausüben ihrer Gewerke (Johannes Link, Markus Bröder, Jens Krautkrämer, David Flauger, Hermann Muders und Volker Zöbel) zu bewundern. Musikalisch wird nun die Pause eingeleitet. Helene Fischer (Elisabeth Ruggenthaler) und ihre Background-Tänzerinnen (Emma Bruck und Alina Ruggenthaler) entlassen mit den Hits „Wir brechen das Schweigen“ und „Atemlos“ das Publikum in die verdiente Pause.

Nach leckeren Cocktails geht es weiter im Programm. Die Hurricans entführen das Publikum in den Wilden Westen. Zu „Ring of fire“ bieten sie in Cowboy-Kostümen waghalsige und Sprünge und Hebefiguren (Gaby Görges, Jessi Hüttel, Silvia Kneip, Dieter Kreutz, Eva Braun, Maren Lohrscheid, Bianca Nowaczyk, Franziska Schneider, Günter Schneider, Jenny Stoy, Sabine Stoy, Steven Stoy, Sabrina Tepp, Trainerin Iris Melzer). Danach geht es in die Fremde. Koreanischer Pop, den man nicht alle Tage geboten bekommt, wird dargeboten von zwei jungen Tänzerinnen (Emma Bruck und Alina Ruggenthaler). Gebückt, von Gram gebeutelt steigt ein Großvater (Mario Küppers) mühsam auf die Bühne. Nach einem Flirt mit dem weiblichen Publikum verlangt er nach seiner Krankenschwester (Melanie Müller). Sie versorgt ihn mit hochprozentiger Medizin und mit kleinen blauen Pillen, die offensichtlich aphrodisierende Wirkung besitzen. Wieder aus dem Nachbarort Werlau und schon jahrelang Gast in Holzfeld präsentiert die Garde (Lisa Berger, Sabrina Engelmann, Anna Müller, Janine Sauerborn, Michelle Sauerborn, Trainerin Marina Karbach) ihren diesjährigen Schautanz. Die Melodie „Ich bin ein Dorfkind, darauf bin ich stolz“ und der schmissige Tanz trifft den Geschmack des Publikums. Danach wird es dunkel im Saal, die Lichtkegel von Taschenlampen kündigen die Panzerknacker (Hermann Muders, David Flauger, Markus Bröder, Jens Krautkrämer und Volker Zöbel, Trainerin Bianca Flauger) an. Ausgerüstet mit Dynamitstangen nähern sie sich tänzerisch dem Tresor. Nach erfolgreicher Sprengung werden sie von der Polizei gestört. Danach rockt der Märchenprinz (Dirk Schulz), der in diesem Jahr das wiederholt, was er bei seinem ersten Auftritt vor 30 Jahren schon einmal dargeboten hat. Er ist in den Jahren dazwischen ununterbrochen der Holzfelder Fastnacht treu geblieben. Das Sitzungskomitee ehrt ihn mit einer goldenen Schallplatte für diese Leistung.

So kommt die Kappensitzung langsam zu ihrem Ende, jedoch nicht bevor der Ausscheller (Hermann Muders) traditionell den ein oder anderen aus dem Dorf durch den Kakao gezogen hat. Besonders hat er sich den Ortvorsteher vorgeknöpft und die Entscheidung für einen eckigen Tisch zu einer runden Sitzgruppe am „Windischen Eck“ beklagt. Danach sind die Lachmuskeln hinreichend strapaziert und die Sitzungspräsidentin Iris Melzer bittet alle Aktiven zum Finale auf die Bühne. Mit dem 70er Hit „Staying alive“ ziehen die Aktiven in einer Polonaise in die Sektbar, wo das närrische Treiben fröhlich weitergeht bis in den frühen Morgen.

03.02.2018


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