Großbrand eines landwirtschaftlichen Anwesens auf der Fleckertshöhe

Rhein-Zeitung vom 18.1.2001: Ein Raub der Flammen wurde gestern der große Scheunentrakt eines landwirtschaftlichen Anwesens im Bopparder Stadtteil Fleckertshöhe.

In den bis unters Dach gelagerten Strohballen fand das Feuer reiche Nahrung, das von etwa 100 Wehrmännern aus der ganzen Stadt Boppard und der Nachbarschaft zwar unter Kontrolle gehalten, zunächst aber nicht gelöscht werden konnte, da sich die Brandherde über die ganze Gebäude-Lagerfläche verteilten, ein Vordringen dorthin aufgrund der Feuer- und Hitzeentwicklung nicht möglich war und die Wasserversorgung den eigentlich notwendigen Druck vermissen ließ.

Der Brand wurde um 15.41 Uhr entdeckt. Sämtliche Bopparder Wehren fuhren zum höchsten Punkt der Stadt, wo in Nachbarschaft eines Sägewerks Flammen aus Dach und Fenstern schlugen. Durch das beherzte Eingreifen des Landwirts und seiner Helfer konnte der gesamte Schweinebestand von 40 Sauen und 100 Ferkeln gerettet werden. Auch mehrere landwirtschaftliche Maschinen wurden mit vereinten Kräften in Sicherheit gebracht. Das benachbarte Wohnhaus blieb unversehrt.

Als höchst problematisch erwies sich der Wasserdruck im über 500 Meter hoch gelegenen Fleckertshöher Netz. So konnte die eine oder andere Spritzencrew nicht im gewünschten Umfang eingreifen. Daher rückten auch Feuerwehren aus der Bopparder Umgebung an (Emmelshausen, Gondershausen, Pfalzfeld, St. Goar, Waldesch), die ihre Wasservorräte in die Hilfsaktion einbrachten.

Eiseskälte mit dauerhaften Minus-Temperaturen erschwerte die Löscharbeiten am Waldrand. Der Polizei Boppard war gestern bis Redaktionsschluss noch keine Ursache des Brandes bekannt. Als Schadenshöhe wurde angegeben: "Zwischen 500 000 und einer Million Mark." Mutmaßlich muss das ganze Gebäude eingerissen werden.



 

17.01.2001


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